Rund ums Licht

Licht ist ein interessantes Phänomen und bis weit in die Neuzeit hinein war weitgehend unklar, was Licht tatsächlich ist. Die Vorstellungen waren teilweise komisch, so dachten manche, dass die Helligkeit den Raum ohne Zeitverzögerung ausfüllt, oder dass „Strahlen“ von den Augen ausgehen und die Umwelt beim Sehvorgang abtasten.Demgegenüber gab es bereits seit der Antike Auffassungen, wonach sich das Licht von einer Lichtquelle ausgehend mit endlicher Geschwindigkeit ausbreitet. Der Nachweis dafür, dass Licht von Lichquellen ausgesendet wird und sich mit einer messbaren Geschwindigkeit ausbreitet, gelang aber erst im 17. Jahrhundert durch Ole Römer. Römer beobachtete die Jupitermonde und stellte erste Berechnungen über die Ausbreitung des Lichs mit „Lichtgeschwindigkeit“ an. Die physikalische Natur des Lichts blieb jedoch weiterhin ungeklärt.  1846 konnte dann Michael Faraday nachweisen, dass Licht sich in Wellen ausbreitet und zusammen mit dem Magnetismus ein physikalisches Phänomen darstellt.  Im 19. Jahrhundert schienen zunächst alle Fragen zum Licht mit der  elektromagnetischen Lichttheorie geklärt. Die Vorstellung von der Wellennatur des Lichts und seine Ausbreitung in einem „Medium“ galt solange, bis Albert Einstein und Max Planck mit der Quantenhypothese eine neue radikale Sichtweise auf das Licht ermöglichten. Sie erkannten, dass das Licht die Eigenschaften von Welle und Teilchen vereint, ohne dabei das eine oder das andere zu sein.  Heute wird unser Verständnis von der Natur des Lichts durch die Quantenphysik und die Quantenelektrodynamik geprägt.

Sonne

Doch Licht bedeutet so viel mehr für uns. Unser Licht geht von der Sonne aus – dem Zentralgestirn unseres Planetensystems. Ohne das Licht der Sonne gäbe es kein Leben auf der Erde und keine Energievorräte. Die Pflanzen brauchen das Licht zur Photosynthese. Bei der Energiegewinnung wird Kohlenstoffdioxid zu Sauerstoff umgewandelt und ohne diesen Sauerstoff würden Menschen und Tiere heute nicht existieren.