Ehrenpreis für ehrenamtliches Engagement

Zum ersten Mal hat ZIEL 21 einen Ehrenpreis an eine Person des öffentlichen Lebens, die sich im besonderen Maße für den Klimaschutz und die Energiewende im Landkreis Fürstenfeldbruck eingesetzt hat, vergeben.

Eine Jury bestehend aus den Fachbereichsleitern von ZIEL 21 hat einstimmig den 85jährigen Josef Seemüller aus Unterschweinbach für diesen Preis ausgewählt.

Die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler berichtete in ihrer Laudatio, dass der Preisträger bereits im Jahre 2000 die Photovoltaik-Bürgersolaranlage in Oberweikertshofen mit initiiert hat. Auch bei der Gründung des Energiewendevereins ZIEL 21 gehörte er 2001 zu den Antreibern und Gründungsmitgliedern. Ein Jahr später hat er maßgeblich die erste Freiflächen-Photovoltaikanlage Bayerns in Waltenhofen vorangetrieben.

Grundsätzlich waren dem Preisträger die herkömmlichen Elektroautos zu teuer. So kam er auf die Idee, sich selbst ein solches Fahrzeug zu bauen. Er kaufte sich im Jahre 2002 einen gewöhnlichen Kleinwagen mit Dieselmotor. Den Dieselmotor baute er aus und ersetzt ihn mit einem Elektroantrieb und schuf somit vermutlich das erste Elektroauto im Landkreis welches ihm bis heute noch seine zuverlässigen Dienste erweist.

Die sortenreine Trennung und das Sammelsystem in den Großen Wertstoffhöfen, das heute noch Bestand hat, ist ebenso aus seinen Ideen entstanden und so beschäftigt ihm das Thema Abfall und Müllentsorgung bis heute.  Unermüdlich, so die stellvertretende Landrätin, setzt sich der Energieexperte für eine Biomüllvergärungsanlage im Landkreis ein und belegt die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage mit seinen handschriftlichen Aufzeichnungen.

„Der Josef Seemüller ist ein würdiger Preisträger“, so ZIEL 21 Vorsitzender Gottfried Obermair. „und wir werden diese Ehrenpreis auch in den nächsten Jahren an verdiente Personen im Landkreis vergeben“.

Foto von links: Gottfried Obermair (Vorsitzender ZIEL 21), Josef Seemüller (Preisträger), Martina Drechsler (stv. Landrätin).