17.11.2016: Carsharing und E-Mobilität in kleinen Gemeinden

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Carsharing in kleinen Gemeinden  – geht das überhaupt ?

Diese Frage stellte sich auch der Arbeitskreis Energiewende der Agenda 21 für Grafrath, Kottgeisering und Schöngeising.

Um die Frage zu beantworten, lud der Arbeitskreis zu einem Treffen mit Herrn Loserth, der mit der Firma E-WALD erfolgreich – zuerst im Bayerischen Wald und jetzt bundesweit – Carsharing auch für ländliche Kommunen anbietet. Die Besonderheit:  das Carsharing wird ausschließlich mit Elektrofahrzeugen betrieben. Und darüber hinaus gilt: zum Laden der Fahrzeuge wird Ökostrom verwendet.

Damit wird auch verständlich, dass die Firma E-WALD , auch im Auftrag mehrerer Landkreise, für den Einsatz von Elektrofahrzeugen wirbt.

Dabei müssen auch die Vorbehalte gegen das e-Mobil ausgeräumt werden. Zum Beispiel das Thema Reichweite: die gängigen Modelle schaffen mit einer Batterieladung ca. 150 km, damit werden, wenn man der Statistik folgt, mehr als 90% aller Autofahrten ermöglicht. Aber für die restlichen 10 % der weiten Autofahrten heißt es: Ein dichteres öffentliches Ladenetz zu schaffen ist das Ziel der Firma E-WALD. Moderne Ladestationen an zentraler Stelle auch in kleinerer Ortschaften können in einer halben Stunde die Batterie wieder voll laden, der oder die Fahrerin kann dann in der Zwischenzeit z.B. Einkäufe erledigen.

Für das Carsharing in kleineren Kommunen bietet die Firma E-WALD unter anderem das sogenannte Bürgerauto an: dabei stellt die Gemeinde für ihre Mitarbeiter*innen das Fahrzeug für Dienstfahrten zur Verfügung und in der nicht genutzten Zeit stehen ein oder mehrere Fahrzeuge für die Bürger*innen bereit. Die Nutzer*innen bekommen eine Kundenkarte, steigen ins Auto ein und brauchen sich um nichts zu kümmern. Die Mietpreise betragen  z.B. für einen Nissan Leaf (5-Sitzer) pro Stunde 5,99 Euro oder für den ganzen Tag  35,- Euro. Sie sind damit günstiger als bei manchen Anbietern in den Großstädten.

Auch Bürgermeister Markus Kennerknecht und der Klimaschutzbeauftrage Roger Struzena aus Grafrath, sowie die Landkreis-Klimaschutzmanagerin Monika Beirer und Max Keil vom Vorstand ZIEL21 verfolgten die Vorschläge von Herrn Loserth mit großem Interesse und wollen auch weiterhin daran mitwirken, das Thema Carsharing mit e-Fahrzeugen voran zu bringen.